Berufspädagogische Weiterbildung Praxisanleitung in den Pflegeberufen

Sie haben Freude daran, Auszubildenden und Praktikant/innen pflegerische Handlungen zu erklären oder neue Kolleg/innen einzuarbeiten? Dann sollten Sie die „Berufspädagogische Weiterbildung – Praxisanleitung in den Pflegeberufen“ absolvieren. Sie erhalten in dieser Weiterbildung das nötige Wissen und entwickeln die Kompetenzen, die Sie benötigen, um in der Pflegepraxis pädagogisch tätig werden zu können.

Die nächste Weiterbildung startet in Stuttgart und in Filderstadt am 4. Oktober 2022, in Spaichingen am 10. Oktober 2022.

Wir bieten Ihnen ein Weiterbildungskonzept an, welches Sie auf die besondere Aufgabe der Praxisanleitung in der Generalistik bestens vorbereitet. Sie lernen mit Leichtigkeit, wie Sie Pflegeauszubildende kompetenzorientiert begleiten und anleiten, und erarbeiten bereits während der Weiterbildung eigene Dokumente, die Sie in der beruflichen Praxis anwenden können. Unter anderem ist uns nicht nur die Qualität ihrer Weiterbildung wichtig, sondern auch, dass Sie gemeinsam mit uns eine zukunftsorientierte Ausbildung gestalten können!

Als Praxisanleiter/in sind Sie diejenige Pflegefachkraft, die gezielt und kompetent pflegerisches Wissen und pflegerische Fertigkeiten in den beruflichen Handlungssituationen erklärt, Auszubildende Schritt für Schritt anleitet und gemeinsam mit ihnen ihr Handeln reflektiert. Sie sind ein wichtiges Bindeglied für eine gelingende Verknüpfung von Theorie und Praxis.
Das ab 01.01.2020 geltende Pflegeberufegesetz (PflBG) stärkt die Position der Praxisanleitung in den Pflegeberufen.
Doch auch die in den Pflegeeinrichtungen eingeführten Qualitätsmanagementsysteme unterstützen die Funktion der Praxisanleitungen, denn auch neue Mitarbeiter/innen von Praktikant/innen bis zur Fachkraft benötigen Einarbeitung und Einführung in besondere Konzeptionen und Pflegeinterventionen.
Die Inhalte der Weiterbildung sind:
-    Pädagogische und didaktische Grundlagen der Praxisanleitung
-    Grundlagen der Psychologie des Lernens
-    Anleitungsprozess und Lernberatung
-    Berufliche Kommunikation und Gesprächsführung
-    Leistungsbewertung
-    Pflegewissenschaftliche Grundlagen
-    Qualitätssicherung und rechtliche Aspekte der Praxisanleitung

Die Weiterbildung erfüllt die in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe vom 02.10.2018 geforderte Qualifikation der Praxisanleitenden (PflAPrV §4, Abs. 3).

Für den Lehrgang benötigen Sie einen der folgenden Berufsabschlüsse:
-    Altenpflegerin/Altenpfleger
-    Gesundheits- und Krankenpflegerin/Gesundheits- und Krankenpfleger
-    Krankenschwester/Krankenpfleger
-    Hebamme/Entbindungspfleger
und mindestens ein Jahr Berufserfahrung in einem Pflegeberuf bei Beginn der Weiterbildung.

Die Weiterbildung erfolgt berufsbegleitend in modularer Form. Sie umfasst insgesamt 300 Stunden und ist in sechs Theorieblöcke gegliedert.

Sie werden in der Berufspädagogischen Weiterbildung in Ihrem eigenen Lernen begleitet durch erfahrene Lehrkräfte der Weiterbildungsstätte und Pflegeschule sowie durch Fachdozent/innen. Doch auch Praxisanleiter/innen, die Ihnen ihr Praxiswissen und ihre Erfahrungen vermitteln, sind Dozent/innen in der Weiterbildung.  
Anhand von Fallarbeit, Übungen zum Anleitungsprozess, Hospitationen in der Pflegeschule und bei Praxisanleiter/innen in deren beruflicher Praxis, durch die Bearbeitung eines Praxisprojektes und dem Erstellen einer Facharbeit entwickeln Sie Schritt für Schritt die Kompetenzen, die Sie benötigen, um Ihre Aufgaben als Praxisanleiter/in sicher wahrnehmen zu können.
Das alles geschieht in einer lernförderlichen Atmosphäre, die Sie später als weitergebildete Praxisanleiter/in selbst gestalten werden.

Als Weiterbildungsteilnehmer/innen werden Sie befähigt:

  • Die Qualität der praktischen Ausbildung in den Pflegeberufen sicher zu stellen. Dazu gehören insbesondere
    • Lern- und Anleitungsprozesse methodengestützt zu planen, umzusetzen und zu evaluieren,
    • Praxistransfers zu unterstützen durch gezielte Anleitung und Lernberatung,
    • Reflexionsgespräche mit Auszubildenden zu führen,
    • Leistungsbeurteilungen und staatliche Prüfungen durchzuführen und diese mit den Auszubildenden zu reflektieren und zu evaluieren,
    • Konflikthafte Situationen im Anleitungsprozess situationsorientiert zu lösen sowie
    • gemeinsam mit der Pflegeschule den Ausbildungsplan für die praktische Ausbildung weiterzuentwickeln

Sie begleiten die Auszubildenden dabei, ihre berufliche Handlungskompetenz zu entwickeln.

  • An der Weiterentwicklung der Pflegequalität mitzuwirken durch die Übernahme von pädagogischen Aufgaben in der Pflegepraxis. Das bedeutet:
    • Neue Mitarbeiter/innen einzuarbeiten, unabhängig ob Praktikant/in, Mitarbeiter/in in der Betreuung oder Pflegefachkraft;
    • Einarbeitungskonzepte weiterzuentwickeln in Abstimmung mit den Anforderungen des Qualitätsmanagementsystems;
    • Interne Fortbildungen zu Pflegethemen durchzuführen;
    • Schüler/innen von allgemeinbildenden Schulen in ihren Berufsfindungstagen zu begleiten.

Damit beteiligen Sie sich daran, eine lernfördernde Arbeitsatmosphäre in Ihrer Einrichtung zu gestalten.

Die Weiterbildungsgebühr von 1.800 € wird insgesamt erhoben und ist bis zum Weiterbildungsbeginn an die Weiterbildungsstätte zu entrichten. Die Weiterbildungsstätte erhebt dazu eine Rechnung.
Sollte ein/e Teilnehmer/in die Weiterbildung vorzeitig abbrechen, wird die Weiterbildungsgebühr anteilig in Rechnung gestellt:

  • Bei Nichterscheinen oder Abbruch der Weiterbildung bis zur 3. Theorieblockwoche: 50% der Weiterbildungsgebühr.
  • Bei Abbruch der Weiterbildung nach der 3. Theorieblockwoche wird die Gebühr in voller Höhe einbehalten.

In der Weiterbildungsgebühr sind alle Theorieblockwochen enthalten und alle von Institut für soziale Berufe Stuttgart zur Verfügung gestellten Unterrichtsskripte. Fahrtkosten bei Hospitationen und Kosten für empfohlene Lehrbücher sind darin nicht enthalten.

Auskünfte und Informationen erhalten Sie jeweils über die Sekretariate:

Katholische Berufsfachschule für Pflege, Altenpflege und Altenpflegehilfe Spaichingen
Schulstr. 17, 78549 Spaichingen
Frau Michaela Falk (Mo. – Fr., 8:00 – 12:00 Uhr).
Tel.: 07424/36 91, Fax: 07424/50 26 50
E-Mail: aps-spaichingen(at)schulenfuersozialeberufe(dot)de

Katholische Berufsfachschule für Pflege, Altenpflege und Altenpflegehilfe Stuttgart
Schöttlestraße 32, 70597 Stuttgart-Degerloch
Frau Heide Mauch (Mo. – Fr., 7:30 Uhr - 12:00 Uhr)
Tel.: 0711/71 91 79-130
E-Mail: aps-stuttgart(at)schulenfuersozialeberufe(dot)de

Ihre Fragen, unsere Antworten

Sie können sich schriftlich über das Sekretariat bei der jeweiligen Berufsfachschule für Pflege bewerben.
Bitte reichen Sie dazu folgende Bewerbungsunterlagen ein:

  • Anschreiben
  • Lebenslauf
  • Abschlusszeugnis Ihrer Pflegeausbildung
  • Urkunde zur staatlichen Anerkennung Ihres Berufes
  • Nachweis über mindestens ein Jahr Berufserfahrung in einem Pflegeberuf (Bescheinigung vom Arbeitgeber)

Bitte reichen Sie ausschließlich Fotokopien ein.

Ja, Sie schließen die Weiterbildung mit einem Kolloquium zu einem Thema der Praxisanleitung ab.

Sie erhalten ein Weiterbildungszertifikat, das zum Führen der Weiterbildungsbezeichnung „Praxisanleiterin/Praxisanleiter“ auf der Grundlage des PflAPrV berechtigt.

Auskunft und Informationen erhalten Sie hier:

Katholische Berufsfachschule für Pflege, Altenpflege und Altenpflegehilfe
Stuttgart
Frau Heide Mauch (Sekretariat)
Tel.: 0711/71 91 79-130
E-Mail: aps-stuttgart(at)schulenfuersozialeberufe(dot)de

Katholische Berufsfachschule für Pflege, Altenpflege und Altenpflegehilfe
Filderstadt
Frau Tanja Lukauer (Sekretariat)
Tel. 0711/77 42 22
E-Mail: aps-filderstadt(at)schulenfuersozialeberufe(dot)de

Katholische Berufsfachschule für Pflege, Altenpflege und Altenpflegehilfe
Spaichingen
Frau Michaela Falk (Sekretariat)
Tel.: 07424/36 91
E-Mail: aps-spaichingen(at)schulenfuersozialeberufe(dot)de