Inkl. Mittlerer Bildungsabschluss Ausbildung zur Heilerziehungsassistenz - Praxisintegriert

Ihr Berufsziel

Möchten Sie:

  • Menschen mit Unterstützungsbedarf begleiten, fördern und assistieren? Den Alltag mit Ihnen gestalten?
  • Ihre eigene Persönlichkeit in die Arbeit einbringen? Ihre Haltung, Ihre Stärken und Ihre Werte?

Dann könnte eine Ausbildung zum*zur Heilerziehungsassistent*in Ihr beruflicher Weg sein.

Als Heilerziehungsassistent*in...

  • ...unterstützen Sie die Arbeit der sozialpädagogisch, heilpädagogisch und pflegerisch ausgebildeten Fachkräfte (Heilerziehungspfleger*innen).
  • ...führen Sie angeleitete Betreuungs- und Pflegetätigkeiten aus.
  • ...assistieren Sie bei der Alltagsbewältigung und Freizeitgestaltung der Menschen mit Behinderung und wirken bei pädagogischen Angeboten mit.

Nach der Ausbildung können Sie mit Menschen mit Behinderung oder mit Unterstützungsbedarf in folgenden Bereichen tätig werden:

  • Mitarbeit in inklusiven Kindergärten, Schulen oder spezialisierten Fördereinrichtungen.
  • Betreuung und Unterstützung in betreuten Wohngruppen.
  • Arbeit in Werkstätten für behinderte Menschen
  • Planung und Durchführung von Freizeitaktivitäten und begleitenden Angeboten
  • Unterstützung in der häuslichen Umgebung, etwa als Teil ambulanter Dienste.

Darüber hinaus können Sie mit der Ausbildung einen mittleren Bildungsabschluss erwerben. So eröffnet Ihnen die Ausbildung nicht nur berufliche Perspektiven, sondern auch weitere Bildungswege - ein doppelter Vorteil.

Ihre Voraussetzungen

  • Schulabschluss: Mindestens einen Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss.
  • Praxisstelle: Spätestens am ersten Schultag müssen Sie einen Arbeitsvertrag für einen Praktikumsplatz in einer Einrichtung der Heilerziehungspflege nachweisen.
  • Gesundheitliche Eignung: Ein ärztliches Attest, welches Ihre gesundheitliche Eignung für den Beruf bestätigt.
  • Sprachkenntnisse: Für Bewerber*innen mit ausländischen Bildungsabschluss ist der Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse erforderlich.

Ihr Ausbildungsverlauf

  • Dauer: 2 Jahre Fachschule und Praxis parallel
  • Beginn: September (mit dem Schuljahr)
  • Urlaub/Ferien: Schulferien sind unterrichtsfrei. In dieser Zeit arbeiten Sie in Ihrer Praxisstelle oder nehmen nach Absprache Urlaub, entsprechend den gesetzlichen und tariflichen Bestimmungen. Der Jahresurlaub ist immer während der unterrichtsfreien Zeit zu nehmen.
  • Ablauf 1.-2. Ausbildungsjahr (2 Tage Schule + 3 Tage Praxis):
    In der praxisintegrierten Form besuchen Sie in der Regel über die zwei Jahre verteilt an zwei Tagen die Schule und arbeiten an drei Tagen in Ihrer Praxiseinrichtung. Zusätzlich bieten wir themenorientierte Blockwochen an, die in der Schule stattfinden.
  • Praxisstelle: Sie sind während der Ausbildungszeit in einer Einrichtungen der Behindertenhilfe, Sozialpsychiatrie oder Pflege mit einem Arbeitsvertrag angestellt und erhalten ein Gehalt.
  • Abschlussprüfung: Am Ende der zwei Ausbildungsjahre legen Sie eine schriftliche, mündliche und fachpraktische Abschlussprüfung ab.
  • Staatliche Anerkennung: Nach erfolgreichem Abschluss erwerben Sie auf Antrag beim Regierungspräsidium Ihre staatliche Anerkennung als Heilerziehungsassistenz.
  • Mittlere Reife: Zudem können Sie mit der Ausbildung einen Realschulabschluss erwerben. Eine zusätzliche Prüfung ist dafür nicht erforderlich. Die Vergabe des Zeugnisses hängt vom Notendurchschnitt und vom Fremdsprachenunterricht ab (mindestens 3,0 und mindestens fünf Jahre Fremdsprachenunterricht am Stück, jeweils mit der Note "ausreichend" oder besser).

So finanzieren Sie Ihre Ausbildung

Lebensunterhalt

Während der zweijährigen Praxisintegrierten Ausbildung bekommen Sie ein Gehalt von Ihrer Praxiseinrichtung. Dies wird in einem Arbeitsvertrag geregelt.

Kosten

  • Einmalige Aufnahmegebühr von 60€.
  • In den zwei Schuljahren: jeweils 180€ pro Jahr.
    Hinweis: Einige Praxisträger übernehmen die Schulgebühren!

So lernen Sie

Modell

  • Die Ausbildung folgt dem praxisintegrierten Modell, bei dem Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft sind.
  • Es gibt eine intensive Zusammenarbeit zwischen der Fachschule und der Praxiseinrichtung.

Theorie-Praxis-Verknüpfung

  • Lernorte: Während der zwei Jahre Ihrer Ausbildung lernen Sie an zwei Hauptorten. In der Fachschule erhalten Sie theoretisches Wissen, während Sie in der Praxiseinrichtung dieses Wissen anwenden und vertiefen.
  • Im Unterricht: Im Schulunterricht werden die theoretischen Inhalte nicht nur vermittelt, sondern auch direkt mit praxisrelevanten Situationen verknüpft. Dies erleichtert das Verständnis und die Anwendung im Berufsalltag. Praxiserfahrungen werden reflektiert und in den Unterricht integriert. Sie lernen selbstbestimmt nach Methoden der Erwachsenenbildung in einem handlungsorientierten Unterricht. In mehreren Blockwochen behandeln wir einzelne Themen intensiv und praxisnah.
  • In der Praxis: Während Ihrer Praktika in den Einrichtungen werden Sie nicht allein gelassen. Unsere Praxislehrkräfte besuchen Sie vor Ort, um den Lernprozess zu begleiten und eine Brücke zwischen dem in der Schule Gelernten und dem in der Praxis Erlebten zu schlagen. Sie führen regelmäßig fachpraktische Projekte in Ihrer Praxisstelle durch. Hierdurch entsteht ein optimaler Theorie-Praxis-Transfer.

Inhalte der Ausbildung

  • Modul 1: Menschen in Inklusionsprozessen verstehen und sie individuell und situationsbezogenen begleiten
  • Modul 2: Lebenswelten von Menschen mit Assistenz erkennen und mitgestalten
  • Modul 3: Persönliche und berufliche Identität entwickeln
  • Modul 4: Kommunikation und Kooperation mit Einzelnen, Teams und Organisationen gestalten
  • Modul 5: Fachpraktische Kompetenzen erwerben
  • Modul 6: Allgemeinbildende Kompetenzen erwerben

Ihre Perspektiven

Als Heilerziehungsassistenz sichern Sie sich einen Beruf mit Zukunft und Entwicklungsmöglichkeiten:

  • Viele Träger von Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen suchen bereits jetzt aktiv nach Personal in diesem Bereich
  • In zahlreichen Städten und Regionen gibt es schon heute viele offene Stellen für Heilerziehungsassistent*innen.
  • Sie haben die Möglichkeit, in verschiedenen Arbeitsbereichen tätig zu werden, sich zu spezialisieren und weitere Qualifikationen zu erlangen.
  • Durch die Ausbildung können Sie die Mittlere Reife erlangen und anschließend eine Heilerziehungspfleger*innen-Ausbildung beginnen. Dies öffnet Ihnen später auch die Möglichkeit zu studieren.

Die Ausbildung bietet also einen Weg, sich vom Hauptschulabschluss bis zum Bachelorabschluss zu qualifizieren und gleichzeitig zwei Berufsabschlüsse in der Tasche zu haben.