Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher in Neckarsulm Katholische Fachschule für Sozialpädagogik St. Martin Neckarsulm

Unter dem Motto „Lernen für mich, da sein für andere“ steht in den katholischen Fachschulen für Sozial- und Heilpädagogik St. Martin in Neckarsulm der Mensch im Mittelpunkt. Dabei verbindet sich die Freude an der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer qualifizierten und praxisorientierten Ausbildung. Sowohl die klassische als auch die praxisintegrierte Form der Ausbildung (PiA) sowie die berufsbegleitende Ausbildung zur Heilpädagogin/zum Heilpädagogen führen zum staatlich anerkannten Abschluss. Je nach Interesse der einzelnen Auszubildenden können soziale, interkulturelle, religions- und naturpädagogische, mathematisch-naturwissenschaftliche, musikalisch-künstlerische oder bewegungsorientierte Schwerpunkte gewählt und vertieft werden.

Zusammen mit den Lehrkräften gestalten die Auszubildenden das Schulleben aktiv mit und setzen das Erlernte in den Praxiseinrichtungen sowie zum Beispiel in der Schulhausgestaltung und in sozialen Aktionen um. Die als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnete Erzieherausbildungsstätte ist außerdem Patenschule der Stiftung „Große Hilfe für kleine Helden“.

Zum Profil der Schulen gehört die Offenheit für alle Bewerberinnen und Bewerber unabhängig von ihrer kulturellen oder religiösen Zugehörigkeit. Wir sind offen für Menschen jeglicher Herkunft mit und ohne religiöses Bekenntnis. Ebenso erwarten wir aber auch von unseren Schülerinnen und Schülern Offenheit für religiöse Fragen und interreligiöse Themen sowie für christliche Feste und Feiern. Religion und Religionen sind wichtige Themen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Daher halten wir es für wichtig, dass Erzieher und Erzieherinnen in diesem Bereich ihren eigenen Standpunkt reflektieren und Kinder von Anfang an auch in diesem Bereich kompetent begleiten können.

Die Würde des Einzelnen ist uns im alltäglichen Umgang wichtig: Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen begegnen einander mit Respekt und Achtung vor der Individualität eines jedes Menschen. Die Lehrkräfte nehmen sich viel Zeit für Anliegen und persönliche Beratung der Schülerinnen und Schüler. Die Förderung der Schulgemeinschaft ist ein wichtiges Ziel unserer Arbeit.

Zum Namen St. Martin

Die angehenden Erzieherinnen/Erzieher und Heilpädagoginnen/Heilpädagogen der katholischen Fachschulen Neckarsulm haben zum 45. Jubiläum ihrer Schule im Jahr 2017 nach einem passenden Namen gesucht. Martin von Tours, dessen berühmte Szene von der Mantelteilung in vielen Kindertageseinrichtungen gefeiert wird, wurde schließlich als passendes Vorbild des christlichen Hauptgebotes der Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe gefunden: Martin teilt seinen Mantel mit einem Bedürftigen (Nächstenliebe). Er behält die andere Hälfte für sich (Selbstliebe). Nachts erscheint ihm Jesus, der sagt, dass sich in dieser Liebe zum Nächsten Martins Liebe zu ihm gezeigt habe (Gottesliebe). Die Person des heiligen Martin und die dazugehörigen Erzählungen und Bräuche kommen im Unterricht und in jeder Kindertageseinrichtung vor und sind auch in interreligiöser und kultureller Hinsicht von großer Bedeutung.

Das Schulgebäude in der Friedrichstraße liegt fünf Minuten vom Bahnhof und von den Busstationen entfernt. Die Klassen lernen und arbeiten in hellen und modernisierten Räumen

Die Praxisplätze können in einem Einzugsgebiet von 30 km rund um Neckarsulm selbst gesucht werden. Ausnahmeregelungen bezüglich der Entfernung müssen individuell besprochen werden. Wir führen keine Listen von Einrichtungen, die wir eigens empfehlen, helfen aber beim Finden einer Einrichtung, wenn jemand diese Hilfe braucht.

Herr Dr. Thomas Ochs
Schulleitung
E-Mail: dr.ochs(at)schulenfuersozialeberufe(dot)de

Frau Daniela Mahlenbrey
Stellvertretende Schulleitung
E-Mail: mahlenbrey(at)schulenfuersozialeberufe(dot)de

Auskunft und Information erhalten Sie über das Sekretariat:
Katholische Fachschulen St. Martin Neckarsulm
Frau Maria Köhler
Friedrichstraße 25
74172 Neckarsulm
Tel.: 07132/999 57 - 0
Fax: 07132/999 57 - 40
(Montag bis Freitag 8:00 bis 15:30 Uhr)
E-Mail: fs-neckarsulm(at)schulenfuersozialeberufe(dot)de

Die Lehrkräfte haben eigene Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie sind durch ein passendes Studium wissenschaftlich qualifiziert und für den Unterricht an einer beruflichen Schule didaktisch ausgebildet. Sie arbeiten mit hohem Engagement und großer Begeisterung. Verbunden damit ist ein stets am aktuellen Stand pädagogischen Fachwissens ausgerichteter Unterricht.

Es ist uns ein Anliegen, jeden Schüler, jede Schülerin in ihrer Eigenart wahrzunehmen. Die Lehrkräfte sind sich ihrer Verantwortung für ihre Schüler und Schülerinnen ebenso bewusst wie der Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen, für deren Betreuung sie ausbilden. Daher nehmen sie regelmäßig an Fortbildungen teil oder bilden sich selbst in der Praxis und wissenschaftlich weiter.

Einjähriges Berufskolleg für Sozialpädagogik (1 BKSP, auch BKPR)
Nach der Mittleren Reife besuchen Sie das einjährige Berufskolleg für Sozialpädagogik, bevor Sie mit der klassischen Erzieher-Ausbildung oder der praxisintegrierten Ausbildung beginnen.

  • Sie sind zwei Tage in der Schule und drei Tage in Ihrer Praxisstelle.
  • Mehrmals im Jahr finden Blockwochen in der Schule statt.
  • Sie können Ihre Praxisstelle entweder im Kindergarten oder im U 3-Bereich wählen.

Je nach dem Einkommen Ihrer Eltern erhalten Sie Schüler-BAFöG.
Wenn Sie bestimmte Voraussetzungen mitbringen, können Sie als Quereinsteiger dieses erste Jahr überspringen.

Zweijähriges Berufskolleg für Sozialpädagogik (2 BKSP, auch klassische Erzieher-Ausbildung genannt)

Sie besuchen zwei Jahre die Fachschule für Sozialpädagogik (Zweijähriges Berufskolleg für Sozialpädagogik) mit der Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erwerben. Daran schließt sich als drittes Jahr das Berufspraktikum an.

  1. Jahr (= 2 BKSP 1):
    Zum Ende des ersten Halbjahres haben Sie einen vierwöchigen Praxisblock. Im zweiten Halbjahr haben Sie einen weiteren vierwöchigen Praxisblock, in den Zwischenzeiten Schule.Sie können Ihre Praxisstelle entweder im Kindergarten oder im U 3-Bereich wählen.
  2. Jahr (= 2 BKSP 2):
    Sie haben am Ende des ersten Halbjahres ein achtwöchiges Praktikum. Im zweiten Halbjahr ist durchgehend Schule (Prüfungsvorbereitung). Sie können Ihre Praxisstelle im Kindergarten oder im Bereich der Jugendhilfe/ Schulkind-Betreuung suchen.

Wenn Sie bestimmte Voraussetzungen mitbringen, können Sie als Quereinsteiger direkt mit dem Zweijährigen Berufskolleg für Sozialpädagogik (2 BKSP) beginnen. Nach der Mittleren Reife besuchen Sie sonst vorab das einjährige Berufskolleg für Sozialpädagogik.
Während des Zweijährigen Berufskollegs für Sozialpädagogik erhalten Sie Aufstiegs-BAFöG (auch Meister-BAFöG genannt). Dieses wird unabhängig vom Einkommen Ihrer Eltern gezahlt.

Praxisintegrierte Ausbildung – PIA (3 BKSPIT)

Sie besuchen drei Jahre die Fachschule für Sozialpädagogik (Dreijähriges Berufskolleg für Sozialpädagogik praxisintegriert) mit der Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erwerben. Daneben arbeiten Sie mit einem Ausbildungsvertrag fest in einer Praxiseinrichtung. Sie sind drei Tage in der Schule und zwei Tage in Ihrer Praxisstelle. In den Schulferien arbeiten Sie in Ihrer Praxiseinrichtung, sofern es keine Urlaubstage sind. Wenn Sie bestimmte Voraussetzungen mitbringen, können Sie als Quereinsteiger direkt mit der Praxisintegrierten Ausbildung (PIA, BKSPIT) beginnen. Nach der Mittleren Reife besuchen Sie sonst vorab das einjährige Berufskolleg für Sozialpädagogik.
Während der drei Jahre der Praxisintegrierten Ausbildung erhalten Sie ein Gehalt.

Sie können Ihre Praxisstelle in jeder möglichen Altersgruppe wählen (U 3; Kindergarten; Schulkind/ Jugendliche). Wird in der von Ihnen gewählten Einrichtung vorwiegend in einer Altersgruppe ausgebildet, dann müssen Sie sogenannte Fremdpraktika von mindestens 6 Wochen mit den anderen beiden Altersgruppen machen.

Neben den regulären Bildungsgängen bieten wir auch immer wieder Fort- und Weiterbildungen zu bestimmten Themen an, organisieren Vorträge und kooperieren mit unterschiedlichen Einrichtungen.

Die katholische Fachschule für Sozialpädagogik Sankt Martin kann auf bald 50 Jahre Erfahrung in der Erzieherausbildung zurückblicken. Sie wurde 1972 vom Caritasverband für Württemberg gegründet und im Laufe der Zeit kontinuierlich weiterentwickelt. 2002 wurde dann das Institut für soziale Berufe Stuttgart gGmbH gegründet, das als Träger die katholische Fachschule für Sozialpädagogik sowie die katholische Fachschule für Sozialwesen der Fachrichtung Heilpädagogik in Neckarsulm übernahm. In den Jahren 2015 bis 2017 wurde die Schule auch unter Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler in einem Kunstprojekt neu ausgestaltet. Am Martinstag 2017 wurde den Schulen feierlich der Name St. Martin verliehen. So können die beiden Fachschulen auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken, die sich bis heute in der qualifizierten Ausbildung von Erzieherinnen/Erziehern und Heilpädagoginnen/Heilpädagogen mit den jeweils aktuellen Standards auswirkt.

Warum sollten Sie Ihre Ausbildung an den Katholischen Fachschulen St. Martin Neckarsulm beginnen?

  • Wir geben Ihnen Zeit und Raum für Ihre persönliche Entwicklung auf dem Weg zu Ihrem Berufsziel. Wir fördern Ihre Talente und begleiten Sie individuell, auch in Ihren Fragen nach Sinn, Werten und Religion, wie es dem Orientierungsplan des Landes Baden-Württemberg entspricht.
  • Unsere möglichen Wahlbereiche der sozialen, interkulturellen, religions- und naturpädagogischen, mathematisch-naturwissenschaftlichen, musikalisch-künstlerischen oder bewegungsorientierten Bildung möchten die vielfältigen Fähigkeiten der menschlichen Persönlichkeit zum Blühen bringen.
  • Die Praxisorientierung unserer Ausbildungsinhalte zeigt sich auch in besonderen Aktivitäten wie z. B. Exkursionen in Naturreservate, Theater und Museen, eine Studienfahrt in den Oberkursen nach Berlin, Möglichkeiten von verschiedenen Praktika im In- und Ausland, Kennenlernen von Angeboten wie dem therapeutischen Reiten, gemeinsamen Veranstaltungen mit Kitas und Schulen usw.
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